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Dim Sum – Kantonesische Tradition & Geschichte

Dim Sum sind kleine kantonesische Häppchen, traditionell beim Yum Cha – dem Teetrinken – gereicht. Alles über Geschichte, Klassiker und Kultur dieser einzigartigen Essenstradition.

27. Mai 2026Kategorie Chinglong Blog2 Min. Lesezeit
Dim Sum – Kantonesische Tradition & Geschichte

Was ist Dim Sum? Die kurze Antwort

Dim Sum (點心, wörtlich "das Herz berühren") sind kleine kantonesische Gerichte, die traditionell in Bambuskörben gedämpft oder gebacken werden. Sie werden nicht als Hauptmahlzeit, sondern als Snacks beim Yum Cha – dem geselligen Teetrinken – gereicht. Dim Sum ist weniger ein einzelnes Gericht als vielmehr eine komplette Esskultur.

Die Geschichte des Dim Sum

Dim Sum hat seinen Ursprung in den Teehäusern (Cha Lau) entlang der alten Seidenstraße. Reisende und Händler hielten dort an, um Tee zu trinken und sich mit kleinen Speisen zu stärken. Ursprünglich war es unüblich, Essen zum Tee zu reichen – doch die Teehausbesitzer begannen, kleine Häppchen anzubieten, um die Gäste länger zu halten.

Die Tradition des Yum Cha (飲茶, "Tee trinken") entwickelte sich in der Provinz Guangdong (Kanton) und verbreitete sich von dort über Hong Kong in die ganze Welt. Heute ist Dim Sum das Markenzeichen der kantonesischen Küche weltweit.

Die beliebtesten Dim Sum Klassiker

Har Gow (虾饺) – Garnelenknödel

Der König der Dim Sum. Gedämpfte Knödel mit einer durchscheinenden Reisteighülle und einer saftigen Garnelenfüllung. Ein Maßstab für die Qualität eines Dim Sum Restaurants.

Siu Mai (燒賣) – Schweineknödel

Offene Knödel aus Weizenteig, gefüllt mit Schweinehack und Garnelen, garniert mit Karottenraspeln oder Erbsen. Der häufigste Dim Sum weltweit.

Char Siu Bao (叉燒包) – Barbecue-Schweinefleisch-Brötchen

Es gibt zwei Varianten: gedämpft (weiß, weich) und gebacken (glänzend, goldbraun). Beide sind mit süßlichem Char Siu Schweinefleisch gefüllt.

Cheung Fun (腸粉) – Reisrollen

Dünne Reisnudelrollen, gefüllt mit Garnelen, Rind oder Char Siu. Mit süßer Sojasoße und Sesamöl serviert – seidig, zart und unwiderstehlich.

Lo Mai Gai (糯米雞) – Klebreishuhn

Klebreis mit Hühnchen, Pilzen und chinesischen Würsten, in Lotusblättern eingewickelt und gedämpft. Das Lotusblatt gibt ein unverwechselbares Aroma ab.

Dan Tat (蛋撻) – Eiertörtchen

Knusprige Mürbeteigschalen mit cremiger Vanillecreme-Füllung. Der süße Abschluss jeder Dim Sum Mahlzeit.

Yum Cha – Die Kultur des Teetrinkens

Beim Yum Cha treffen sich Familien und Freunde, oft am Wochenendmorgen, in Dim Sum Restaurants. Die Stimmung ist lebhaft und laut – man teilt Gerichte, nippt Tee und genießt die Gemeinschaft. Dampfende Bambusbehälter werden auf Wagen durch das Restaurant gefahren, und Gäste wählen aus, was sie möchten.

Die Tee-Etikette ist wichtig: Wenn jemand Ihren Tee nachfüllt, klopfen Sie leicht mit zwei Fingern auf den Tisch – ein stummes Dankeschön. Mit dem Zeigefinger zu zeigen gilt als unhöflich.

Häufige Fragen zu Dim Sum

Wann isst man Dim Sum?

Traditionell zum Frühstück oder Brunch, meist zwischen 9:00 und 14:00 Uhr. Viele Dim Sum Restaurants schließen nachmittags.

Wie viele Dim Sum pro Person?

Typischerweise 3–5 verschiedene Gerichte pro Person. Jedes Bambuskörbchen enthält 3–4 Stück. Man bestellt mehrere Sorten und teilt.

Sind Dim Sum glutenfrei?

Viele Dim Sum werden aus Weizenmehl hergestellt und sind nicht glutenfrei. Har Gow wird aus Reismehl gemacht und ist eine der wenigen glutenfreien Optionen.

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