Pad Thai – das Original aus Thailand
Pad Thai ist wohl das bekannteste Gericht Thailands. Die gebratenen Reisnudeln mit Ei, Erdnüssen, Sojasprossen und einer würzigen Sauce sind weltweit beliebt – und bei Chinglong in Blomberg ein echter Klassiker auf der Speisekarte. In diesem Beitrag erfährst du alles über die überraschende Geschichte, die echten Zutaten und wie du Pad Thai erkennst, das den Namen verdient.
Die überraschende Geschichte von Pad Thai
Überraschend: Pad Thai ist kein uraltes Traditionsgericht. Es wurde in den 1930er und 1940er Jahren im Zuge einer nationalen Kampagne der thailändischen Regierung populär gemacht – mit dem Ziel, den Reiskonsum zu reduzieren und Nudeln zu fördern. Aus diesem politischen Projekt wurde eines der ikonischsten Gerichte der Welt.
Der politische Hintergrund
Während des Zweiten Weltkriegs herrschte in Thailand Reisknappheit, da viel Reis exportiert wurde. Der damalige Premierminister Plaek Phibunsongkhram startete eine "Thai-Nationalisierungs-Kampagne" – mit dem Ziel, Thailand kulturell und kulinarisch zu modernisieren und zu vereinheitlichen. Teil dieser Kampagne war die Förderung von Reisnudeln als Alternative zu reinem Reis.
Die Regierung verteilte Rezepte für ein neues "Nationalgericht": gebratene Reisnudeln in einer würzigen Sauce – das, was wir heute Pad Thai nennen. Innerhalb weniger Jahre wurde Pad Thai zum Streetfood-Phänomen in ganz Thailand und schließlich zum bekanntesten Thai-Gericht weltweit.
Der Name
"Pad" bedeutet auf Thai "gebraten", "Thai" steht für Thailand. Wörtlich übersetzt also: "thai-gebratenes (Gericht)" – ein passender Name für ein Gericht, das speziell als thailändische Identität geschaffen wurde.
Was steckt in einem authentischen Pad Thai?
Die klassischen Zutaten sind:
Reisnudeln (Sen Lek) – flache, dünne Reisnudeln, eingeweicht
Ei – direkt in die Wok-Pfanne gebraten
Sojasprossen – für den knackigen Biss
Frühlingszwiebeln – für die Frische
Erdnüsse – geröstet und grob gehackt
Pad Thai Sauce – aus Tamarindenpaste, Fischsauce und Palmzucker
Knoblauch – frisch zerkleinert
Schalotten – fein gewürfelt
Geräucherter Tofu (in Streifen) – optional
Getrockneter Krevetten (Goong Haeng) – in der traditionellen Variante
Dazu wahlweise Hähnchen, Garnelen oder Tofu. Serviert wird mit:
Limetten-Spalte zum Auspressen
Chiliflocken oder Sambal zum selbst Nachwürzen
Mehr geröstete Erdnüsse zum Drüberstreuen
Frische Sojasprossen roh als Beilage
Was macht ein gutes Pad Thai aus?
Pad Thai ist eines der am häufigsten "vermurksten" Gerichte – auch in Thailand. Hier die Qualitätsmerkmale eines authentischen Pad Thai:
1. Die richtigen Nudeln
Echte Pad Thai-Nudeln sind flache Reisnudeln (Sen Lek), etwa 3-4 mm breit. Sie müssen vor dem Braten in warmem Wasser eingeweicht werden – nicht gekocht. Das Einweichen macht sie biegsam, aber sie behalten ihren Biss. Wer Pad Thai mit gekochten Nudeln macht, bekommt eine weiche, klebrige Pampe – das ist falsch.
2. Die Sauce
Die echte Pad Thai-Sauce besteht aus drei Hauptzutaten:
Tamarindenpaste (Sour) – die süß-saure Frucht aus dem tropischen Asien
Fischsauce (Nam Pla) – salzig und umami-reich
Palmzucker (Nam Tan Pip) – nicht weißer Zucker, sondern der dunkle, karamellige Palmzucker
Das gibt die typische süß-sauer-salzige Balance. Wer Pad Thai mit Ketchup oder Tomatensauce zubereitet (in westlichen Versionen leider verbreitet), zerstört den authentischen Geschmack komplett.
3. Wok-Hei – die Pfanne
Pad Thai muss in einer extrem heißen Wok-Pfanne zubereitet werden. Die hohe Hitze gibt den typischen "rauchigen" Geschmack (Wok-Hei) – und sorgt dafür, dass die Nudeln nicht zusammenkleben. In schwächeren Pfannen wird Pad Thai schnell zu einer weichen Masse.
4. Frische Beilagen
Ein gutes Pad Thai wird IMMER mit frischen Beilagen serviert: Limette, Sojasprossen roh, geröstete Erdnüsse, Chiliflocken. Diese Beilagen sind essentiell – jeder Gast würzt sein Pad Thai am Tisch nach Geschmack.
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Variationen von Pad Thai
Pad Thai ist nicht starr – es gibt mehrere Variationen:
Pad Thai Gai (mit Hühnchen)
Die häufigste Variante in westlichen Ländern. Hähnchenbrust wird in dünne Streifen geschnitten und mit den Nudeln im Wok gebraten.
Pad Thai Goong (mit Garnelen)
Die klassische Streetfood-Variante in Thailand. Mit frischen Garnelen oder getrockneten Garnelen (oder beidem) – etwas aromatischer und teurer.
Pad Thai Jay (vegetarisch)
Ohne Fleisch, ohne Fischsauce (durch helle Sojasauce ersetzt), oft mit Tofu. Eine vollwertige vegetarische / vegane Option, die in Thailand bei Buddhisten beliebt ist.
Pad Thai Hor Khai (in Ei eingewickelt)
Eine festliche Variante: Das fertig gebratene Pad Thai wird in ein dünnes Omelett eingewickelt – wie ein Crêpe. Beliebt in Touristen-Restaurants in Bangkok.
Pad Thai bei Chinglong in Blomberg
Bei Chinglong wird Pad Thai täglich frisch im Wok zubereitet – mit echten thailändischen Reisnudeln, Tamarindenpaste, Fischsauce und Palmzucker. Wahlweise mit:
Hähnchen – die klassische Variante
Garnelen – etwas aromatischer
Tofu – vegetarisch / vegan auf Anfrage
Die Schärfe ist standardmäßig mild – wer es schärfer mag, bekommt extra Chiliflocken zum selbst Nachwürzen. Die Sojasprossen werden frisch zugegeben, die Erdnüsse direkt vor dem Servieren über das Gericht gestreut. Limettenviertel kommen am Rand des Tellers mit.
Pad Thai selbst machen: Schritt-für-Schritt
Wer Pad Thai zuhause nachkochen möchte, braucht eine gute Vorbereitung – die Wok-Zubereitung selbst geht dann sehr schnell.
Zutaten für 2 Portionen
200 g Pad Thai-Reisnudeln (Sen Lek, flach)
200 g Hähnchenbrust oder Garnelen
2 Eier
100 g Sojasprossen
3 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Erdnüsse, geröstet und gehackt
3 EL Tamarindenpaste
2 EL Fischsauce
2 EL Palmzucker
1 EL Pflanzenöl (Erdnussöl oder neutrales Öl)
1 Limette
Chiliflocken nach Geschmack
Zubereitung
Nudeln einweichen: Reisnudeln in warmem Wasser für 30 Minuten einweichen, bis sie biegsam, aber noch fest sind. Nicht kochen!
Sauce vorbereiten: Tamarindenpaste, Fischsauce und Palmzucker in einer kleinen Schüssel verrühren, bis der Zucker aufgelöst ist.
Hähnchen/Garnelen vorbereiten: In mundgerechte Stücke schneiden.
Wok heiß werden lassen: Öl in den Wok geben, hochheizen. Knoblauch kurz anschwitzen.
Fleisch anbraten: Hähnchen oder Garnelen kurz anbraten, beiseite stellen.
Ei einlegen: Im selben Wok ein Ei aufschlagen, kurz rühren, sodass es leicht stockt.
Nudeln rein: Eingeweichte Nudeln in den Wok geben, sofort die Sauce dazu. Schnell durchschwenken.
Fleisch zurück: Das vorgebratene Fleisch und die Frühlingszwiebeln wieder dazu.
Sojasprossen: Am Schluss die Sojasprossen reinwerfen, kurz mitziehen (nicht zu lange – sie sollen knackig bleiben).
Anrichten: Auf Teller anrichten, mit Erdnüssen bestreuen, Limettenviertel und Chiliflocken dazu.
Gesamtzeit der Wok-Zubereitung: etwa 5-7 Minuten. Wer alles vorbereitet hat, schafft das einfach.
Häufige Fehler bei der Pad Thai-Zubereitung
Fehler 1: Nudeln zu lange einweichen
Wenn die Nudeln zu lange einweichen, werden sie weich und klebrig. Sie sollen nach dem Einweichen noch fest sein – die Endgargung passiert im Wok mit der Sauce.
Fehler 2: Falsche Sauce
Eine Pad Thai-Sauce auf Basis von Sojasauce, Ketchup oder Tomatensauce ist KEIN Pad Thai. Tamarindenpaste, Fischsauce und Palmzucker sind die drei Säulen – ohne sie geht der Geschmack verloren.
Fehler 3: Wok nicht heiß genug
Wer mit lauwarmer Pfanne arbeitet, bekommt eine matschige Nudel-Pampe. Der Wok muss richtig heiß sein, dampfen, fast rauchen.
Fehler 4: Zu viel auf einmal
Wok-Kochen funktioniert nur, wenn nicht zu viel auf einmal in der Pfanne ist. Bei größeren Mengen lieber in Chargen kochen – sonst kühlt der Wok zu schnell ab und die Nudeln werden weich.
FAQ – Pad Thai
Ist Pad Thai gesund?
Pad Thai enthält Eiweiß (Fleisch/Garnelen/Tofu, Ei), Kohlenhydrate (Reisnudeln), gesunde Fette (Erdnüsse) und Vitamine (Sojasprossen, Limette). In Maßen ist es ein vollwertiges Gericht. Allerdings ist es kalorienreich – durchschnittlich 600-800 kcal pro Portion.
Enthält Pad Thai Gluten?
Reisnudeln sind glutenfrei. Aber: Fischsauce und manche Sojasaucen können Gluten enthalten. Bei Glutenunverträglichkeit am besten direkt am Telefon Bescheid geben.
Wie scharf ist Pad Thai standardmäßig?
Pad Thai ist in der Grundversion mild – die Schärfe wird am Tisch durch Chiliflocken nach Geschmack zugefügt. Wer es schärfer mag, kann auch beim Bestellen direkt scharf orderen.
Gibt es Pad Thai auch ohne Erdnüsse?
Bei Erdnussallergie: ja, auf Anfrage zubereiten wir Pad Thai ohne Erdnüsse. Die Beilagen können angepasst werden. Bitte beim Bestellen klar erwähnen.
Was ist der Unterschied zwischen Pad Thai und Pad See Ew?
Pad See Ew verwendet breite Reisnudeln (Sen Yai) und eine dunkle Sojasauce. Es ist herzhafter und weniger süß-sauer als Pad Thai. Beides sind beliebte Streetfood-Gerichte in Thailand.
Warum ist Pad Thai so beliebt?
Die Balance der vier Geschmacksrichtungen – süß (Palmzucker), sauer (Tamarinde, Limette), salzig (Fischsauce), würzig (optional Chili) – macht Pad Thai außerordentlich harmonisch. Plus: die verschiedenen Texturen (weiche Nudeln, knackige Sojasprossen, knusprige Erdnüsse) machen jedes Bissen interessant.
Fazit
Pad Thai ist nicht uralt, sondern erst rund 80 Jahre alt – aber es hat sich zu einem der ikonischsten Gerichte der Welt entwickelt. Bei Chinglong in Blomberg bekommt ihr authentisches Pad Thai mit echten Zutaten, frisch im Wok zubereitet. Wer mehr über die Thai-Küche wissen möchte, findet bei uns viele weitere Hintergrund-Beiträge.
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