Frühlingsrollen selbst machen – so gelingt das Rezept
Frühlingsrollen sind eine der bekanntesten Vorspeisen der asiatischen Küche. Knusprig von außen, saftig von innen – sie sind bei Chinglong in Blomberg eine der beliebtesten Vorspeisen und beim Mittagsmenü sogar kostenlos inklusive. In diesem Beitrag zeigen wir dir die komplette Geschichte, die Zutaten und ein gelingsicheres Rezept für selbstgemachte Frühlingsrollen – inklusive Tipps für die perfekte Knusprigkeit.
Der Ursprung der Frühlingsrolle
Frühlingsrollen haben ihren Ursprung in China und wurden traditionell zum Frühlingsfest (Chinesisches Neujahr) serviert – daher der Name. Auf Chinesisch heißen sie Chūn Juǎn (春卷), was wörtlich "Frühlings-Rolle" bedeutet.
Die Geschichte reicht über 1.000 Jahre zurück. Bereits in der Jin-Dynastie (265–420 n. Chr.) wurden in China dünne Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen serviert – die Vorläufer der heutigen Frühlingsrolle. In der Tang- (618–907) und Song-Dynastie (960–1279) wurden sie populärer und bekamen ihre heutige Form: ein dünn ausgerollter Teig, mit Gemüse-Fleisch-Füllung, frittiert.
Regionale Varianten
Über die Jahrhunderte entwickelten sich verschiedene regionale Versionen:
Südchinesisch (Kanton): Mit Gemüse, Bambus, Garnelen – knusprig frittiert. Dies ist die Basis der westlichen Frühlingsrolle.
Nordchinesisch: Größer, oft mit Glasnudeln und Fleisch gefüllt – etwas dicker im Teig.
Vietnamesisch (Chả giò): Mit dünnem Reispapier umwickelt, kleiner, knuspriger, sehr ölig frittiert.
Thailändisch (Po Pia Tod): Ähnlich wie chinesisch, oft mit Glasnudeln und Hühnchen.
Indonesisch (Lumpia): Mit Bambus, Tofu und gegebenenfalls Fleisch.
Vietnamesische Sommerrolle (Gỏi cuốn): NICHT frittiert, sondern frisch in Reispapier gewickelt.
Bei Chinglong in Blomberg gibt es die chinesisch-südostasiatische Mischform: knusprig frittiert, mit Hackfleisch-Glasnudel-Füllung.
Was steckt in einer guten Frühlingsrolle?
Der Teig
Der Frühlingsrollen-Teig (chinesisch: Chun Juan Pi) besteht aus:
Weizenmehl
Wasser
Etwas Salz
Manchmal Eiweiß für Knusprigkeit
Der Teig wird hauchdünn ausgerollt und in 18×18 cm große Quadrate geschnitten. In Asia-Märkten sind fertige Teigblätter im Gefrierschrank erhältlich – das macht das Selbermachen viel einfacher.
Die Füllung
Klassische Füllungen variieren, aber die häufigsten Zutaten sind:
Glasnudeln (vorher eingeweicht)
Schweinehackfleisch oder Hühnerhack
Karotten (gerieben oder fein gehackt)
Weißkohl oder Chinakohl (fein geschnitten)
Frühlingszwiebeln
Sojasauce und Sesamöl zum Würzen
Knoblauch und Ingwer
Manchmal Garnelen, getrocknete Pilze, Bambussprossen
Die Füllung wird kurz angebraten, abgekühlt, dann erst eingerollt – sonst weicht der Teig durch.
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Frühlingsrollen-Rezept für 8 Stück
Zutaten
8 Frühlingsrollen-Teigblätter (aus dem Asiamarkt, gefroren)
200 g Schweinehackfleisch
100 g Glasnudeln
1 Karotte (gerieben)
100 g Weißkohl (fein geschnitten)
2 Frühlingszwiebeln (in Ringe)
2 Knoblauchzehen (fein gehackt)
1 cm Ingwer (gerieben)
1 EL Sojasauce
1 TL Sesamöl
1 TL Speisestärke
Salz, Pfeffer, Zucker
1 Ei (verquirlt, zum Verkleben)
Öl zum Frittieren (z.B. Rapsöl, ca. 1 Liter)
Zubereitung – Schritt für Schritt
1. Glasnudeln vorbereiten
Glasnudeln in heißem Wasser für 5 Minuten einweichen, abtropfen lassen und in mundgerechte Stücke schneiden.
2. Füllung zubereiten
In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Knoblauch und Ingwer anschwitzen. Hackfleisch dazu, krümelig anbraten. Karotten und Kohl zugeben, 2-3 Minuten mitbraten. Mit Sojasauce, Sesamöl, Stärke, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Frühlingszwiebeln und Glasnudeln am Schluss unterheben. Die Masse muss vor dem Einrollen komplett abkühlen – sonst weicht der Teig durch.
3. Teigblätter vorbereiten
Gefrorene Teigblätter komplett auftauen lassen (etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur). Vorsichtig voneinander trennen – sie reißen leicht.
4. Rollen
Ein Teigblatt mit der Ecke zu sich zeigend hinlegen (wie eine Raute). 2 EL Füllung unten in die Mitte legen. Erst die untere Ecke nach oben über die Füllung klappen, dann die linke und rechte Seite nach innen falten, und dann fest aufrollen. Die letzte Ecke mit verquirltem Ei bestreichen, damit sie klebt.
5. Frittieren
Öl in einem Topf oder Wok auf etwa 180°C erhitzen (Brotwürfel testen: müssen in 30 Sekunden goldbraun werden). Die Frühlingsrollen in mehreren Chargen frittieren – nicht zu viel auf einmal, sonst kühlt das Öl ab. Frittierzeit pro Charge etwa 3-4 Minuten, bis die Rollen goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Wichtige Tipps für die perfekte Frühlingsrolle
1. Füllung gut abkühlen lassen
Heiße Füllung weicht den Teig durch und macht die Rolle brüchig. Mindestens 30 Minuten abkühlen lassen, am besten im Kühlschrank.
2. Nicht zu üppig füllen
Max 2 EL Füllung pro Rolle – sonst platzen die Rollen beim Frittieren auf.
3. Teigblätter feucht halten
Während des Rollens die nicht-verwendeten Teigblätter mit einem feuchten Tuch abdecken – sonst trocknen sie aus und brechen.
4. Mit dem Ei verkleben
Die Endkante mit verquirltem Ei oder einem Stärke-Wasser-Gemisch bestreichen – das hält die Rolle zusammen und verhindert, dass Öl ins Innere dringt.
5. Heißes Öl, aber nicht zu heiß
Die ideale Temperatur ist 175-180°C. Zu kühl: Rollen werden ölig. Zu heiß: außen verbrannt, innen kalt. Wer kein Thermometer hat: ein Stück Brotteig sollte in etwa 30 Sekunden goldbraun werden.
Dipping-Saucen für Frühlingsrollen
Frühlingsrollen sind nichts ohne die richtige Sauce. Die klassischen Optionen:
Süß-saure Sauce
Aus Tomatenmark, Zucker, Reisessig, etwas Sojasauce und Ananassaft. Die typische Begleitung in deutschen Chinarestaurants.
Sojasauce mit Ingwer und Reisessig
Klassisch chinesisch: dunkle Sojasauce, etwas Reisessig, frisch geriebener Ingwer, Frühlingszwiebeln-Ringe.
Erdnusssauce
Für Frühlingsrollen mit Hühnchen oder vegetarisch besonders beliebt: Erdnussmus, Sojasauce, Sambal Oelek, Limettensaft, etwas Wasser.
Nuoc Cham (vietnamesisch)
Für vietnamesisch-inspirierte Frühlingsrollen: Fischsauce, Limettensaft, Knoblauch, Chili, Zucker, Wasser.
Frühlingsrollen einfrieren und aufbacken
Selbstgemachte Frühlingsrollen kann man hervorragend einfrieren – am besten vor dem Frittieren:
Frühlingsrollen rollen, aber noch nicht frittieren
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, nicht stapeln
Über Nacht einfrieren
Am nächsten Tag in Gefrierbeutel umpacken
Zum Verzehr: Direkt aus dem Gefrierschrank ins heiße Öl – nicht erst auftauen. Frittierzeit etwa 5-6 Minuten statt 3-4. Die Rollen werden besonders knusprig.
Bereits frittierte Rollen lassen sich auch einfrieren und im Ofen aufbacken (200°C, 10 Minuten), bleiben aber nicht ganz so knusprig wie frisch frittiert.
Frühlingsrollen bei Chinglong in Blomberg
Bei Chinglong gibt es Mini-Frühlingsrollen als beliebte Vorspeise. Sie werden täglich frisch gerollt und auf Bestellung frittiert – immer heiß und knusprig serviert. Beim Mittagsmenü sind sie als Beilage zu allen Mittagsgerichten kostenlos inklusive (wahlweise Pekingsuppe oder Mini-Frühlingsrollen).
Für Partybuffets oder größere Bestellungen rollen wir auch große Mengen frisch zu – Vorbestellung empfohlen. Mehr zu unserem Catering-Angebot unter Partybuffet Blomberg.
FAQ – Frühlingsrollen
Welcher Unterschied besteht zwischen Frühlingsrollen und Sommerrollen?
Frühlingsrollen sind frittiert, mit Weizen-Teigblättern. Sommerrollen sind ungekocht, mit Reispapier umwickelt und werden mit frischen Zutaten gefüllt (z.B. Garnelen, Reisnudeln, Salat, Kräuter). Sommerrollen sind eine vietnamesische Spezialität.
Sind Frühlingsrollen vegetarisch?
Klassische Frühlingsrollen enthalten Schweinehack, aber es gibt auch vegetarische Versionen mit Tofu, mehr Gemüse und Glasnudeln. Bei Chinglong können wir auf Anfrage vegetarische Varianten anbieten.
Können Frühlingsrollen im Ofen gebacken statt frittiert werden?
Ja, aber sie werden nicht so knusprig. Bei 200°C Umluft etwa 15-20 Minuten backen, dabei mit etwas Öl bestreichen. Geschmacklich anders, aber gesünder durch weniger Fett.
Wie lange halten frittierte Frühlingsrollen warm?
Maximal 30 Minuten ohne Qualitätsverlust. Bei längerer Wartezeit auf einem Rost im Ofen (80°C) warm halten, damit sie nicht weich werden.
Was tun, wenn die Rollen beim Frittieren aufplatzen?Ursache: zu viel Füllung, schlecht verschlossen oder Öl zu heiß. Lösung: weniger füllen, mit Ei gut verkleben, Öltemperatur prüfen (175-180°C).
Können Kinder Frühlingsrollen essen?
Ja, die meisten Kinder lieben Frühlingsrollen wegen ihres knusprigen Charakters. Klassische Füllung ist mild – aber heiß bei der Übergabe (innen sehr heiß!).
Fazit
Frühlingsrollen sind eines der populärsten asiatischen Gerichte überhaupt – und selbst gemacht eine echte Bereicherung des Speiseplans. Mit etwas Übung gelingen sie auch deutschen Hobbyköchen. Wer sie nicht selbst machen möchte: bei Chinglong in Blomberg gibt es Mini-Frühlingsrollen jeden Tag frisch zubereitet.
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